Validierung von Erfahrungslernen (VAE)

Sie möchten den Diplomstudiengang «Lehrperson für den Allgemeinbildenden Unterricht», «Lehrperson für den berufskundlichen Unterricht», «Dozierende/Dozent HF», «Lehrperson an Berufsmaturitätsschulen» oder «Lehrperson für den Sportunterricht BFS» (Pilot) absolvieren, verfügen aber bereits über mehr als fünf Jahre Unterrichtserfahrung in einem Pensum von durchschnittlich mindestens 50% in der Zielkategorie, dann könnte Sie der Weg über das Validierungsverfahren interessieren.

Ziel und Zweck

Beim Validierungsverfahren handelt es sich um eine Studiengangsvariante, die nicht primär auf Kontaktunterricht, sondern auf einem begleiteten Prozess zur Aufarbeitung und Sichtbarmachung der berufspädagogischen Kompetenzen ausgerichtet ist.

Kandidierende werden gruppenweise von einer professionellen Begleitperson unterstützt.

Informationen zum Studium

Die einzelnen Phasen der Validierung von Erfahrungslernen (VAE)

Die Informationsphase ermöglicht den Kandidierenden den Entscheid Validierung oder Studiengang.

Die Bilanzierungsphase ermöglicht es den Studierenden, ihre Kompetenzen und Qualifikationen, die sie im Laufe ihres Berufslebens erlangt haben, zu dokumentieren und nachzuweisen.

Die Validierungsphase hat die Evaluation der Kompetenzbereiche durch Expertinnen und Experten der EHB zum Ziel und ermöglicht eine formale Anerkennung der Kompetenzen, welche die Kandidierenden über ihre Berufsbiografie ausserhalb geregelter Bildungsgänge erworben haben.

Die Diplomierungsphase: In dieser Phase wird den vollvalidierten Studierenden ein Diplom ausgestellt.

Termine

Anmeldung 2022 für Studienstart 2023

  • Anmeldefrist: 30. Oktober 2022
  • Infoanlass für Interessierte: 21. September 2022
     
  • Bis Anfang Februar 2023: Verfassen Lebenslauf, Autobiographisches Porträt, Motivationsschreiben 
  • Erstgespräch mit Begleitperson: Mitte Februar 2023
  • Startseminar “Tätigkeitsanalyse“: Mitte Februar 2023
  • Wahlworkshops: März / April 2023
  • Abgabetermin Kompetenzdossier: 18. August 2023 
  • Besuche am Arbeitsplatz gemäss Vereinbarung mit den Kandidierenden: September bis November 2023 (nach Abgabe Dossier)
  • Assessment: 23. Oktober 2023
  • Feedbackgespräch Entscheid Voll- oder Teilvalidierung: 19. Dezember 2023 Nachmittags
Abschlüsse

Vollvalidierung führt direkt zu den folgenden Abschlüssen:

  • Lehrperson für den berufskundlichen Unterricht an Berufsfachschulen im Hauptberuf
  • Dozierende / Dozierender an Höheren Fachschulen
  • Lehrperson für den Berufsmaturitätsunterricht an Berufsfach- und Berufsmaturitätsschulen
  • Lehrpersonen für den Allgemeinbildenden Unterricht
  • Lehrperson für den Sportunterricht in der beruflichen Grundbildung (Pilot)


Teilvalidierung

Sollte sich zeigen, dass gewisse Teilmodule in der Ausbildung besucht werden müssen, wird in einem Gespräch mit dem Studiengangsleiter / der Studiengangsleiterin der entsprechenden Diplomstudiengänge das weitere Vorgehen geplant.

Ausbildungsort

EHB Zollikofen und selbstorganisiertes Lernen

Kosten
  • Einschreibegebühr für Ausbildungsstudiengänge: 200.-
  • Gebühr Verfahren: 1800.-
  • Bei einer Teilvalidierung werden die noch zu leistenden ECTS mit Fr. 30.- pro ECTS verrechnet.
Zulassungsbedingungen
  • Zulassungsbedingungen analog Studiengang: DBKU, DHF, DBM, DABU, DSP
  • 5 Jahre Unterrichtserfahrung in einem Pensum von durchschnittlich mindestens 50% auf der Zielstufe
Ablauf der einzelnen Phasen

Nach der Informationsphase und dem Entscheid zur Zulassung erfolgt der Start im Validierungsverfahren.

Einstieg / Start

Die Studierenden erhalten eine Einladung zur Startveranstaltung mit der Begleitperson, erste Dokumente wie Lebenslauf, Autobiographisches Porträt und Motivationsschreiben sind dort mitzubringen. 

Nach der Startveranstaltung wählen die Studierenden aus drei thematischen Workshops den für sie passenden aus: a) berufliche Praxis durch Schreiben analysieren b) berufliche Praxis anhand von Videos analysieren c) berufliche Praxis anhand von mündlichen Berichten analysieren.

Erarbeitung des Kompetenzdossiers

In diesem Teil des Verfahrens geht es in erster Linie darum, Elemente aus der eigenen Arbeit als Lehrperson sichtbar zu machen und zu verdeutlichen, über welche Kompetenzen die Kandidierenden verfügen. Referenzpunkt dazu ist das Kompetenzprofil der EHB für Lehrpersonen BKU. Die Kandidierenden beschreiben in einem umfassenden Dossier nach genauen Angaben Berufssituationen zu den Handlungskompetenzen gemäss Profil EHB. Dieses Dossier wird in einen standardisierten Verfahren über ein Indikatorenmodell von ExpertInnen der EHB validiert.

Zwei Besuche am Arbeitsplatz / Unterrichtsbeobachtung

Expertinnen und Experten der EHB besuchen die Studierenden zudem zweimal in unterschiedlichen Settings.

Assessment (Einschätzungsverfahren fachlicher und überfachlicher Kompetenzen einer Lehrperson)

In diesem Teil des Validierungsverfahrens können die Studierenden anhand von vier bis sechs unterschiedlicher Situationen aus dem Unterrichtsalltag ihre fachlichen und überfachlichen Kompetenzen (Kommunikations-/Sozial-/Selbst- und Methodenkompetenz) als Lehrperson zeigen.

Klärungsgespräch

Nach Abschluss der bis hier erfolgten Verfahrensschritte laden die Expertinnen / Experten die Kandidierenden einzeln zu einem Klärungsgespräch ein.

Validierung durch die regionale Validierungskommission

Nach dem Abschluss des Verfahrens validiert die dafür zuständige Kommission der EHB alle erbrachten Leistungen, der nationale Spartenleiter entscheidet auf Antrag der Validierungskommission über eine Voll- oder Teilvalidierung.

Eröffnungsgespräch zu den Ergebnissen mit den Expertinnen/Experten

Nach erfolgter Voll- oder Teilvalidierung werden die Kandidierenden zu einem Eröffnungsgespräch eingeladen.

Individuelle Begleitung / Begleitung in Gruppen

Während des ganzen Verfahrens werden die Kandidierenden in Gruppen von einer professionellen Begleitperson (EHB) unterstützt (maximal 10 Std. pro Kandidierende/n inkl. Gruppentermine, ohne Workshops). Diese Gefässe haben einen formativen Charakter.