Eine starke Berufsbildung – auch für die nächste Generation

Zum siebten Mal dürfen wir als EHB in diesen ersten Februartagen Forschende aus aller Welt an unserem internationalen Berufsbildungskongress begrüssen. Im Zentrum des Austausches steht die Frage nach dem Zukunftspotenzial der Berufsbildung. Wie lässt sie sich für die nächste Generation stärken?

Dr. Barbara Fontanellaz
Dr. Barbara Fontanellaz, Direktorin EHB
EHB, Ben Zurbriggen

Keynote-Referate aus der Schweiz, Deutschland, Finnland und England, Paper-Sessions und Transfer-Symposien: Seit Mittwoch tauschen sich gegen 200 Forschende aus rund 20 Ländern im Rahmen unseres internationalen Vet-Congresses online miteinander zu aktuellen Berufsbildungsfragen aus.

Es freut mich sehr, dass wir als EHB zum siebten Mal Gastgeberin dieses Anlasses sein dürfen und den Forschenden so eine Plattform für diese wichtige, interdisziplinäre Debatte bieten können, die auf die Zukunft der Berufsbildung ausgerichtet ist. Besonderen Grund zum Feiern haben jene drei Forschungsteams, die heute am Kongress für ihre Beiträge mit dem Best Paper Award ausgezeichnet worden sind.

Die Pandemie verändert nicht nur Kongressformate, sie hat viel Unsicherheit in unseren Alltag gebracht und verlangt von uns in fast allen Lebensbereichen viel Flexibilität – auch in der Arbeitswelt, wo sie Trends verstärkt und beschleunigt.

Die Struktur der Wirtschaft verändert sich schnell. Neue Qualifikationen sind gefragt, neue Berufe entstehen und lebenslanges Lernen wird immer mehr zu einem festen Bestandteil jeder Berufsbiografie.

All diese Entwicklungen erfordern auch Anpassungen im Bildungssystem. Das Berufsbildungssystem ist dabei besonders eng mit dem Arbeitsmarkt verbunden – entsprechend stark ist es von diesen Veränderungen betroffen. Forschende schaffen eine wichtige Basis, um die komplexe Funktionsweise der Berufsbildung besser zu verstehen – und entsprechend auch mit Anpassungen auf neue Herausforderungen reagieren zu können.

Wenn wir sicherstellen wollen, dass die Berufsbildung ein attraktiver Bildungsweg ist, müssen wir dafür sorgen, dass sie «up to date» bleibt. Eine Berufsbildung, die es jungen Menschen auch künftig ermöglicht, sich erfolgreich und langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren und sich so ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage sichern zu können, ist ein Herzensanliegen, das ich sicher mit Ihnen allen teile.

Machen wir uns stark dafür – damit auch die nächste Generation auf eine starke Berufsbildung setzen kann.

Dr. Barbara Fontanellaz 
Direktorin EHB