Projekt

Berufsentwicklung vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und des Strukturwandels

Der Projekt analysiert den Einfluss verschiedener aktueller Entwicklungen wie Digitalisierung, Covid-19 und Klimawandel auf den Arbeitsmarkt und die Aus- und Weiterbildung in verschiedenen Berufsfeldern.

Kreativagentur Business Brain Storm Meeting Präsentation Team diskutiert Roadmap, Planung zum Erfolgskonzept
Adobe Stock/khwanchai

Die drei in diesem Projekt untersuchten Trends unterscheiden sich deutlich in ihrer Entstehung und ihren Wirkungen. Die Digitalisierung, wirkt als Treiber eines andauernden Strukturwandels der Wirtschaft. Covid-19 trat dagegen völlig überraschend auf. Es wirkte sich schockartig auf die Märkte inklusive des Arbeitsmarkts aus, die sich aber vergleichsweise rasch erholten. Der Klimawandel findet dagegen seit vielen Jahrzehnten statt. Es dauerte jedoch lange, bis er als menschengemachte Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft erkannt und politische Massnahmen zu seiner Eindämmung ergriffen wurden.

Dieses Projekt untersucht die aktuellen Instrumente der Berufsfeldentwicklung - also den Prozess der Entstehung, Veränderung und Auflösung von Berufsfeldern und Berufen - durch eine Kombination von Fachliteratur zu den genannten Trends und Interviews mit Expert:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.

Die Analyse der drei Trends zeigt, dass sie sich vielgestaltig auswirken. Arbeitsmarkt und Bildungswesen haben sich bislang darin bewährt, die technologische Entwicklung kontinuierlich und die Covid-19-Pandemie kurzfristig im Krisenmodus zu bewältigen. Im Fall des Klimawandels beziehungsweise ökologischer Probleme genügt es hingegen nicht, auf die flexible Anpassungsfähigkeit von Arbeitsmarkt und Bildungswesen zu setzen. Entsprechend sind hier sorgfältig durchdachte politische Massnahmen notwendig. Der Staat kann in neuen Berufsfeldern zudem die Organisationsfähigkeit der Wirtschaft und generell gesellschaftliche Anliegen unterstützen. Trotzdem gibt es gute Gründe für die kollektive Steuerung des Bildungswesens, in der Verbundpartnerschaft und Föderalismus eine wichtige Rolle spielen. Eine zentralistische staatliche Steuerung könnte kaum adäquat und rasch auf die neuen Entwicklungen reagieren, die sich je nach Berufsfeld unterschiedlich auswirken.

Methode

Das Projekt basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse und Experteninterviews. Zunächst wurden Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von Entwicklungen und Megatrends auf das Bildungssystem und den Arbeitsmarkt sowie Literatur zur Berufsfeldentwicklung ausgewählt. Die Analyse dieser Fachliteratur gibt einen Überblick über die bisherigen Anpassungsleistungen des Bildungssystems und des Arbeitsmarktes auf die veränderten Rahmenbedingungen. Berücksichtigt wurden sowohl Fachartikel aus der internationalen Forschung als auch Studien zur Schweiz.

In den Interviews wurde systematisch thematisiert, wie sich die verschiedenen Schocks, insbesondere Covid-19, Klimakrise und Digitalisierung, auf den Arbeitsmarkt und die verschiedenen Bildungsstufen im jeweiligen Berufsfeld ausgewirkt haben. Dabei wurde der Interviewleitfaden in verschiedene thematische Bereiche gegliedert.