Projekt

Betriebliche Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und ihre Schlüsselrolle bei der beruflichen Sozialisierung

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Obwohl die Unternehmen in der dualen Berufsbildung eine entscheidende Rolle spielen, sind sie nur selten Gegenstand von Studien. Dies trifft besonders auf die Personen zu, die bei diesem Ausbildungsmodell eine zentrale Rolle spielen: die betrieblichen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner.

Dieses Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds für wissenschaftliche Forschung (Nr. 100017_153323) finanziert.

Die Studie verfolgt verschiedene Ziele: Zuerst möchten die Forschenden verstehen, wer die betrieblichen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner sind, welche Faktoren sie veranlasst haben, Lernende auszubilden und welche Bildungs- und berufliche Laufbahn sie eingeschlagen haben. Die Untersuchung soll zudem vertiefte Einblicke in den Alltag der betrieblichen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner liefern und die Vielfalt ihrer Rollen bei der Begleitung der Lernenden aufzeigen.Dabei soll auch geklärt werden, wie sie ihre Aufgabe erfüllen (Vermittlung von Wissen und Haltungen).

Schliesslich beschäftigen sich die Forschenden mit der Rolle der betrieblichen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner bei der beruflichen Sozialisierung im Kontext des Übergangs Schule-Arbeitswelt. Diese Sozialisierung erfolgt auf verschiedenen Ebenen: Eintritt in die Berufsgemeinschaft, Erlernen der Normen und Vorschriften des Berufs und, allgemeiner gefasst, Sich-vertraut-Machen mit der Arbeits- und Berufswelt.

Methode

Es handelt sich um eine qualitative Studie, die hauptsächlich auf der Auswertung von leitfadengestützten Interviews mit Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern beruht, aber auch auf den Beobachtungen der Forschenden in den untersuchten Unternehmen. Es kommen zwei verschiedene Analysearten zur Anwendung: eine deskriptive Analyse (Stand der Dinge) auf der Grundlage der Interviews, der Beobachtungen der Forschenden und dem Studium der für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner relevanten rechtlichen Grundlagen sowie eine inhaltliche Analyse auf der Grundlage der transkribierten Interviews.

Praktischer Nutzen
Die Studie soll den Bedarf der betrieblichen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner an Aus- und Weiterbildungsmassnahmen oder sonstigen Unterstützungsangeboten ermitteln.

Publikationen
Transfer in die Praxis
Format: 2019
Präsentationen
Projektstatus: 
Abgeschlossen
Datum: 
1.8.2014 bis 30.11.2017
Mitarbeitende: 
Weitere/ehemalige Mitarbeitende: 
  • Besozzi Roberta
Partner/-innen: 
  • Université Toulouse Le Mirail (PDPS) - Valérie Capdevielle‐Mougnibas, maître de conférence en psychologie
  • Université Toulouse Le Mirail (CERTOP) - Prisca Kergoat, maître de conférence en sociologie
  • Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW), Prof. Dr. Regula Julia Leemann, Leiterin der Professur Bildungssoziologie
  • Université de Poitiers (GRESCO) - Gilles Moreau, professeur de sociologie
  • Université de Neuchâtel - Barbara Stalder, maître assistante
  • Université de Lyon II (ICAR) - Laurent Veillard, maître de conférence en sciences de l’éducation
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) - Mona Granato, collaboratrice scientifique
Sponsoren: 
Schweizerischen Nationalfonds / Fond National Suisse / Fondo Nazionale Svizzero / National Swiss Fond