Projekt

Engagement junger Personen in freiwilligen Tätigkeiten und Kompetenzentwicklung

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Die Studie befasst sich mit dem Lernen und den Kompetenzen, die sich junge Menschen von 16 bis 25 Jahren im Rahmen freiwilliger Tätigkeiten aneignen. Dabei wird angenommen, dass das freiwillige Engagement einen erleichterten Zugang bietet um den Lernprozess wie auch die im Rahmen ihrer Tätigkeit informell erworbenen Kompetenzen der jungen Personen zu beobachten. Besonders interessant erscheint in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass das Engagement weder durch Vergütung noch Benotung motiviert ist.

Die Studie besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil sollen die lernfördernden Bedingungen im Freiwilligenbereich erfasst werden. Unter Bedingungen sind einerseits das Ressourcen- und Betreuungsangebot der Organisation zu verstehen und andererseits die Mechanismen, die dem Engagement und der Mobilisierung der jungen Personen im Freiwilligenbereich zugrunde liegen.

Im zweiten Teil sollen die in diesem Rahmen erworbenen Kompetenzen genauer untersucht werden. Diese sollen identifiziert und anerkannt werden, um ihre Übertragung in andere Kontexte und Bereiche (Beruf, Ausbildung) zu fördern.

Forschungsfragen: 

  • Welche Mechanismen führen zum Engagement und zur Mobilisierung der jungen Personen für die Freiwilligentätigkeit?
  • Welche Lernprozesse finden im Freiwilligen-Umfeld statt und welche Ressourcen und Betreuungsleistungen werden dafür vorausgesetzt?
  • Welche Art von Fähigkeiten und Kompetenzen entwickeln die jungen Freiwilligen durch ihren Einsatz?
  • Wie können die jungen Personen darin unterstützt werden, die erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu erkennen und diese dann in ihrer Ausbildung oder ihrem Beruf einzubringen?

Zielgruppe der Studie: 

  • Junge Freiwillige zwischen 16 und 25 Jahren, die sich in Ausbildung, in einer Übergangsphase oder am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn befinden.
  • Verbände, die junge Freiwillige beschäftigen und unterschiedliche Strukturierungsgrade und Aufgaben (Sport, humanitäre Anliegen, Veranstaltungen, Jugendbetreuung usw.) aufweisen.

Die theoretische Grundlage bilden Arbeiten in den Bereichen Tätigkeitsanalyse, Lernen in Arbeitssituationen, soziale und kulturelle Ansätze des Lernens sowie unterschiedliche soziologische und ethnografische Modelle (Soziologie der Freiwilligenarbeit, Identität und Sozialisierung, Ethnosoziologie der Jugend).

Methode

Diese Forschungsarbeit mit qualitativ-verstehendem Ansatz stützt sich für den ersten Teil auf rund 40 Leitfadeninterviews mit jungen Freiwilligen. Die Interviews werden anschliessend vollständig transkribiert und mithilfe des Inhaltsanalyseprogramms NVivo© codiert und analysiert.

Im zweiten Teil der Studie werden die Kompetenzen im Rahmen von Gruppenworkshops mit jungen Freiwilligen verdeutlicht, woraus dann ein gemeinsames Portfolio erstellt werden soll.

Publikationen
Präsentationen
Projektstatus: 
Abgeschlossen
Datum: 
1.6.2014 bis 31.12.2016
Projektleitung: 
Mitarbeitende: 
Weitere/ehemalige Mitarbeitende: 

Saskia Weber Guisan

Partner/-innen: 

Groupe de liaison des activités de jeunesse du canton de Vaud (GLAJ-Vaud); Conseil suisse des activités de jeunesse (CSAJ); Société suisse d’utilité publique (SSUP)

Sponsoren: 
Société suisse d'utilité publique (SSUP)