Projekt

Die Entwicklung der Kompetenzanforderungen auf dem Arbeitsmarkt im Zuge der Digitalisierung

Find new solution
Die Digitalisierung hat tiefgreifende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO stellte dazu fest, dass ein vertiefter Analysebedarf bestehe in Bezug auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen der vom Markt nachgefragten Qualifikationsanforderungen und Kompetenzen (skills).

Zusammen mit dem Forschungs- und Beratungsbüro INFRAS in Zürich untersucht das EHB deshalb im Auftrag des SECO die folgenden vier Forschungsfragen:

  1. 1. Wie haben sich die Kompetenzanforderungen auf dem Arbeitsmarkt über die letzten fünf bis zehn Jahre verändert?
  2. 2. Kann eine Anpassung der Kompetenzen der Beschäftigten an die vom Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen beobachtet werden?
  3. 3. Wie findet die Anpassung der angebotenen Kompetenzen aktuell statt?
  4. 4. Welche Kompetenzen haben auf dem Arbeitsmarkt an Stellenwert verloren und welche haben gewonnen?

Die Digitalisierung birgt einerseits Risiken für gewisse Branchen und Berufsgruppen, sie bringt andererseits auch Chancen für die Wirtschaft. Der schweizerische Arbeitsmarkt hat sich in der Vergangenheit trotz relativ hohem Preis- und Lohnniveau als robust gegenüber den Herausforderungen des Strukturwandels erwiesen. Die Studie soll einen Beitrag dazu leisten, den Anpassungsprozess an die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich zu gestalten. 

Methode

Die oben beschriebenen vielfältigen Wirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt machen einen Methodenmix nötig. Einführend gewinnen wir mit Hilfe einer tiefgehenden Literaturanalyse, einiger explorativen Experteninterviews und Daten zur schweizerischen Branchenstruktur einen Überblick über die Digitalisierung generell und spezifisch in der Schweiz. Danach analysieren wir einerseits quantitative Datenquellen wie die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung SAKE und den Stellenmarkt Monitor SMM der Universität Zürich. Dabei stehen branchen- und berufsspezifische Entwicklungen wie die Anzahl Erwerbstätige und Arbeitslose oder die Löhne der letzten 15 Jahre im Vordergrund. Andererseits führen wir ca. 20 Experteninterviews durch, um zu erfassen, welche konkreten Kompetenzen durch die Digitalisierung an Bedeutung gewonnen oder verloren haben und wie dieser Anpassungsprozess in den Branchen, Berufen und Unternehmen vor sich geht. Ein Expertenworkshop wird die Studie abrunden. Dabei werden wir mit 10-16 Teilnehmern ca. fünf relevante Berufe bzw. Berufsbilder vertieft untersuchen und pro untersuchtem Beruf ein Set von künftig wichtigen bzw. weniger wichtigen oder gänzlich neuen bzw. wegfallenden Kompetenzen erarbeiten. 

Projektstatus: 
Abgeschlossen
Datum: 
1.12.2016 bis 31.8.2017
Projektleitung: 
Weitere/ehemalige Mitarbeitende: 

Hansruedi Kaiser

Partner/-innen: 

Infras - Forschung und Beratung, Zürich
(Dr. Rolf Iten, Martin Peter, Vanessa Angst)