Projekt

Grundlagen zum Umgang mit digitalen Lehr- und Lernformen im Rahmen von Anerkennungsverfahren von Bildungsgängen an höheren Fachschulen und berufspädagogischen Bildungsgängen

young adults in a meeting working with notebooks
Digitalisierung in der Berufsbildung ist zweifellos kein neues Phänomen. Ein wesentlicher Treiber von Innovationen in diesem Bereich ist die Wirtschaft, wo digitale Technologien oftmals als erstes zum Einsatz kommen. Diese schlagen sich dann auch in den Unterrichtsinhalten und ihrer Vermittlung nieder.

Obwohl die Digitalisierung gesellschaftlich breit diskutiert wird und heute allgegenwärtig ist, wissen wir in systematischer Hinsicht relativ wenig darüber, welche digitalen Technologien auf den einzelnen Stufen des Bildungssystems zum Einsatz kommen, welchen Stellenwert sie dort haben und wie der Einsatz digitaler Technologien die Bildung per se beeinflusst. Ebenso wirft der Einsatz digitaler Lehr- und Lernformen Fragen der Qualität und Qualitätsstandards auf.

Dies betrifft auch die Bildungsgänge an höheren Fachschulen (HF) und die berufspädagogischen Bildungsgänge (BPB), für deren Anerkennung das SBFI zuständig ist. Vor dem Hintergrund, dass in Anerkennungsverfahren vermehrt auch digitale Bildungsangebote beurteilt werden müssen, wurde im Rahmen des Strategieprozesses Berufsbildung 2030 (www.berufsbildung2030.ch) das Projekt mit dem Titel «Umgang mit digitalen Lehr- und Lernformen bei der Anerkennung von Bildungsgängen» lanciert. Im Rahmen dieses Projekts und mandatiert vom SBFI gehen das EHB und die PH Zürich die Aufgabe gemeinsam an, im Rahmen einer Studie die Grundlagen für einen adäquaten Umgang mit digitalen Lehr- und Lernformen in Anerkennungsverfahren dieser Bildungsgänge zu erarbeiten.    
Dabei gehen das EHB und die PHZ folgenden Fragen nach:

  • Welche digitalen Lehr- und Lernformen kommen in den Studiengängen an höheren Fachschulen und in berufspädagogischen Bildungsgängen zum Einsatz? Wie können diese beschrieben und kategorisiert werden?
  • Wie lässt sich die Eignung digital geprägter Lehr- und Lernformen mit Blick auf die spezifischen Anforderungen beurteilen?
  • Welche guten Beispiele finden sich im jeweiligen Bereich? Was zeichnet diese aus?
  • Welche Auswirkungen auf die Anerkennungsverfahren lassen sich begründen? Welche Anpassungen von Konzepten, Begriffen und Indikatoren werden möglicherweise notwendig? Lassen sich digital geprägte Lehr- und Lernformen als Präsenzunterricht/Selbststudium anrechnen oder müssen gegebenenfalls neue Kategorien geschaffen werden?

Ziel der Untersuchung ist ein Bericht, welcher mögliche Konsequenzen für die Anerkennungsverfahren aufzeigt und Empfehlungen für allfällige Änderungen enthält.

Methode
  • Literaturanalyse zu digitalen Lehr- und Lernformen, Konkretisierung der Untersuchungskonzepte und -begriffe, Analyse möglicher Entwicklungen in diesem Bereich
  • Dokumentenanalyse der Leitfäden der Anerkennungsverfahren
  • Fragebogen-Erhebung: Ist-Zustand digital geprägte Lehr- und Lernformen und Eignungsprüfung
  • Expertinnen- und Experteninterviews und -workshops: Eignungsprüfung, gute Beispiel und Konsequenzen Anerkennungsverfahren
Transfer in die Praxis
Format: 2020
Projektstatus: 
Laufend
Datum: 
1.11.2019 bis 30.6.2020
Projektleitung: 
Partner/-innen: 
Auftraggeber/-innen: 
  • Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI