Projekt

Fünfte Kosten-Nutzen-Erhebung der beruflichen Grundbildung aus der Sicht der Betriebe

Die fünfte Kosten-Nutzen-Erhebung der beruflichen Grundbildung aus Sicht der Betriebe erhebt mit einer umfassenden Stichprobe das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Ausbildung von Lernenden in den Betrieben.

Junge Frau an der Drehmaschine
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Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der betrieblichen Ausbildung ist mit dafür ausschlaggebend, ob die Betriebe bereit sind, genügend Lehrstellen für berufliche Grundbildungen anzubieten. Seit der ersten schweizerischen Erhebung aus dem Jahr 2000 werden die betrieblichen Kosten und Nutzen in regelmässigen Abständen erhoben, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit der dualen Berufsbildung zu beurteilen.

Die EHB führt in Zusammenarbeit mit M.I.S. Trend S.A. die fünfte Kosten-Nutzen-Erhebung im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) durch. Neben einer gesamtwirtschaftlichen Schätzung der betrieblichen Kosten und Nutzen der beruflichen Grundbildung werden die einzelnen Kosten- und Nutzenparameter für die drei Ausbildungsdauern sowie für die häufigsten Ausbildungsberufe geschätzt.

Die durchschnittlichen Bruttokosten und produktiven Leistungen sowie der daraus resultierende Nettonutzen werden für eine durchschnittliche berufliche Grundbildung nach einzelnen Lehrjahren, Ausbildungsdauer, Branche, Betriebsgrösse und Grossregion aufgeschlüsselt. Weiter wird der durchschnittliche Nutzen aus Weiterbeschäftigung (die realisierten rekrutiven Opportunitätserträge) der ausbildenden Betriebe nach Betriebsgrösse ausgewertet.

Multivariate Analysen zu verschiedenen Determinanten des Kosten-Nutzen-Verhältnisses der Ausbildung runden die Auswertung ab. Die Resultate werden mit früheren Kosten-Nutzen-Erhebungen verglichen, um Veränderungen zwischen den Erhebungen zu untersuchen.

Methode

Die Eckwerte des Forschungsprojekts verlangen gesamtwirtschaftliche sowie durchschnittliche Schätzungen der Kosten-Nutzen-Parameter der betrieblichen Lehrlingsausbildung. Diese Eckwerte ebenso wie das Erfordernis der Vergleichbarkeit mit den Vorgängerstudien machen eine für die ganze Schweiz zum Erhebungszeitpunkt repräsentative Erhebung notwendig. Wie in den früheren Erhebungen wird dazu auf das Betriebs- und Unternehmensregister (BUR) sowie auf die Statistik der beruflichen Grundbildung (SBG) des Bundesamtes für Statistik (BFS) zurückgegriffen.

Die Erhebung wird als Online-Befragung (d, f, i) konzipiert, wobei das bestehende Erhebungsinstrument überarbeitet und gestrafft wird. Die Netto-Stichprobe der Befragung umfasst 4500 Fragebögen ausbildender sowie 3500 Fragebögen nichtausbildender Betriebe. In allen Sprachregionen steht den Betrieben eine Hotline für Rückfragen zum Projekt wie auch zum Erhebungsinstrument zur Verfügung.

Bei der Berechnung der Kosten-Nutzen-Parameter wird dasselbe Kostenmodell zugrunde gelegt, das bereits in den Vorgängerstudien Anwendung fand. Der Schlussbericht zur Fünften Kosten-Nutzen-Erhebung der beruflichen Grundbildung in der Schweiz wird voraussichtlich im Sommer 2025 erscheinen.