Projekt

TOP Ausbildungsbetriebe (TAB) ˗ Studie zu den Bedürfnissen von betrieblichen Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern

Ziel dieses Auftrags ist es, in allen Sprachregionen der Schweiz Informationen zur Situation von betrieblichen Berufsbilderinnen und Berufsbildnern und zu ihrem Weiterbildungsbedarf zu sammeln, damit ein bedarfsorientiertes und sinnvolles Kursangebot bereitgestellt werden kann, das auf den in den Berufsbildnerkursen (40 Stunden) erworbenen Kenntnissen aufbaut.

Eine Gruppe glücklicher Angestellter eines Unternehmens hat eine interessante Besprechung mit einer weiblichen Teamleiterin oder einem Business Coach. Lächelnde junge Frau im Gespräch mit einer Gruppe von Menschen während eines Workshops in einem modernen Büro
Adobe Stock/Studio Romantic

Für die Entwicklung des Kursangebots hat die Stiftung TOP Ausbildungsbetrieb (TAB) im Rahmen der «Projekte 2030» Fördermittel vom SBFI erhalten. Ziel ist es, ein branchenübergreifendes Weiterbildungssystem für Betriebe und Personen zu entwickeln, die sich in der Ausbildung von Lernenden engagieren. Dieses baut auf dem obligatorischen Berufsbildnerkurs (40 Stunden) auf.

Mit der Projektumsetzung wurden verschiedene Teams beauftragt. Die Anfangsphase (Phase 1) wird durch die Sparte F&E übernommen, für die Folgephase (Phase II) ist die Sparte Weiterbildung zuständig.

Die Studie untersucht die Situation der Berufsbildner/innen in Betrieben (wie sind sie zu ihrer Funktion gekommen, was hat sie motiviert, wie sind die Arbeitsbedingungen?), die Ausbildungsqualität aus Sicht der Berufsbildner/innen und den Aus- und Weiterbildungsbedarf derselben. Zu diesem Zweck wird eine Untersuchung durchgeführt, die eine quantitative und qualitative Analyse umfasst. Die qualitative Untersuchung stützt sich auf Interviews mit Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern, Betriebsinhaberinnen und -inhabern sowie mit Lernenden aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin. Ziel der qualitativen Untersuchung ist es, den Alltag der Berufsbildner/innen besser kennenzulernen und ihren Weiterbildungsbedarf abzuklären. Bei der quantitativen Untersuchung handelt es sich um eine umfassendere Studie, die darauf abzielt, die erwünschten Kursinhalte, Kursmodalitäten und Kursformate ausfindig zu machen. Sie soll die Interessen der Berufsbildner/innen im Detail klären, damit anschliessend ein gezielt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Kursangebot erarbeitet werden kann.

Projektetappen der Phase I:

  • 1. Etappe: Analyse der qualitativen Daten aus der Deutschschweiz, Rekrutierung der Berufsbildner/innen in der Romandie und im Tessin und Vorbereitung des Interviewleitfadens
  • 2. Etappe: Interviews mit Berufsbildner/innen aus der Romandie und dem Tessin, Analysen und Berichterstattung der in den verschiedenen Regionen der Schweiz identifizierten Schlüsselelemente
  • 3. Etappe: Vorbereitung und Verteilung des Fragebogens in der gesamten Schweiz
  • 4. Etappe: zusätzliche quantitative Analysen und Übermittlung der Forschungsergebnisse an die Sparte Weiterbildung zwecks Lancierung der 2. Projektphase
  • 5. Etappe: Erarbeitung des quantitativen Fragebogens und Beginn der quantitativen Untersuchung, Fragebogenerhebung
  • 6. Etappe: Bearbeitung der Daten (darunter Datenbereinigung, ca. 1 Monat), Erinnerung der  Fragebogenerhebung, falls erforderlich
  • 7. Etappe: Datenanalyse und Erarbeitung eines Schlussberichts, Verbreitung der Informationen im Hinblick auf die Umsetzung der 3. Projektphase (Ansätze für die Erarbeitung des Weiterbildungsangebots)
Methode

Im Projekt kommt ein Mixed-Method-Ansatz mit einem sequenziellen, qualitativ-quantitativ explorativen Design zur Anwendung.

In einer ersten, qualitativen Untersuchung werden die zentralen Themen und die zu planenden Kursinhalte erhoben, in einer zweiten, quantitativen Untersuchung gilt es, detailliertere Informationen zu den erwünschten Kursinhalten, -modalitäten und -formaten zu gewinnen. Dies soll letztlich zu einem massgeschneiderten Kursangebote für Berufsbildner/innen führen.

  • Qualitative Untersuchung: halbstrukturierte Interviews zwecks Dokumentation der Situation in den Betrieben und der Ausbildungsqualität und zwecks Ermittlung des Bedarfs an Aus- und Weiterbildungs- sowie Begleitangeboten für Berufsbildner/innen.
  • Quantitative Untersuchung: selbstauszufüllender Fragebogen (online) zwecks Validierung des identifizierten Bedarfs (Themen, Kursangebot) und  Feststellung von Relevanz und Durchführbarkeit eines ad-hoc-Kursangebots durch TAB.